Social Trading – zu wirtschaftlichem Erfolg mit gemeinschaftlichem Börsen-Handel?

Neue Formen der unregulierten Anlageberatung und Vermögensverwaltung, darunter auch das sogenannte Social Trading, erobern immer schneller den Markt. Zwar lockt die Aussicht auf schnellen wirtschaftlichen Erfolg, doch stehen viele Anleger neuen Handelsformen wie beispielsweise dem Social Trading skeptisch gegenüber. Immer wieder tauchen Betrugsgerüchte auf, verdichten sich oder lösen sich in Wohlgefallen auf.

Das Team von Betrugserfahrungen.org hat sich daher auf die Fahnen geschrieben, besonders unregulierte Formen des börslichen Handels, darunter auch das Social Trading, im Interesse der Anleger und Investoren hinsichtlich seiner Seriosität und Sicherheit kritisch zu hinterfragen.

Social Trading, was ist das überhaupt?

was-ist-social-tradingBetrugserfahrungen.org konnte feststellen, dass der Begriff Social Trading gegenwärtig in aller Munde ist, aber viele Anleger gar nicht konkret genug wissen, was sich überhaupt hinter dem Social Trading verbirgt und wie es konkret abläuft.

Dieses Unwissen ist eine de Quellen, aus denen misstrauen und Betrugsverdacht gegenüber dem Social Trading immer wieder aufs Neue gespeist werden, wie Betrugserfahrungen.org feststellen konnte.

Modernes Social Trading findet entweder in den bekannten Social Networks oder aber auch immer häufiger auf speziellen und eigens dazu eingerichteten Social Trading Plattformen statt. Hier publizieren versierte und erfahrene Anleger dann ihre Meinungen zu einzelnen Wertpapieren oder legen sogar ihr komplettes Portfolio offen.

Betrugserfahrungen.org konnte an einer solchen Praxis, die vor allem darauf beruht, dass Trader ihre Erfahrungswerte teilen, zunächst erst einmal weder ein unseriöses Vorgehen, noch betrügerische Absichten erkennen.

Stattdessen könnte man Social Trading als professionelles Mind Sharing bezeichnen, bei dem unerfahrene Trader von den Wissensbeständen der Profis profitieren können. Mit Betrug hat dies im Allgemeinen wenig zu tun, sondern eher mit der Weitergabe von Kenntnissen.

Was ist der Zweck von Social Trading?

social-trading-zielBetrugserfahrungen.org hinterfragte die Praxis des Social Tradings kritisch und konnte dabei folgenden Zweck, beziehungsweise folgende Absichten erkennen:

Durch das Offenlegen der Meinung eines Profis zu einem bestimmten Wertpapier oder durch die Publikation seines gesamten Portfolios soll der gesamte Anlageprozess für die Trader-Gemeinde wesentlich transparenter gestaltet werden.
Investitions- und Anlageentscheidungen werden von den Profis unmittelbar veröffentlicht und zum Teil sogar erläutert oder kommentiert. Im Prinzip kann jeder Trader einen solchen Investitionsentscheid eines Profis beim Social Trading kommentieren.

Aus der Sicht von Betrugserfahrungen.org stellt dies keinesfalls einen Betrug dar, sondern ist vielmehr ein gezielt organisierter und durch unterschiedlichste Privatanleger realisierter Austausch von Informationen und auch von Meinungen und Erfahrungen zum Zwecke der Investitionsentscheidung.

Als Basis für diesen gezielt organisierten Meinungsaustausch können dabei, wie bereits eingangs angeführt, Soziale Netzwerke, aber auch spezielle Social Trading Plattformen gleichermaßen gut dienen, wie Betrugserfahrungen.org feststellen konnte.

Wie profitabel gestaltet sich das moderne Social Trading gegenüber anderen etablierten Anlageformen?

profit beim social tradingNicht nur Betrugserfahrungen.org, sondern auch weiteren Organisationen oder Einzelpersonen, fiel es schwer objektive, fundierte und erhärtbare Aussagen darüber zu treffen, ob das Social Trading weniger, gleichermaßen oder sogar stärker profitabel ist, als die anderen am Markt etablierten Anlagestile.

Systematische oder gar wissenschaftliche Untersuchungen hinsichtlich der konkreten Profitabilität des Phänomens Social Trading existieren bislang nach Erkenntnissen von Betrugserfahrungen.org noch nicht. Auch dies spricht aus der Sicht von Betrugserfahrungen.org nicht für Betrug oder für betrügerische Absichten beim Social Trading, sondern eher für die relativ kurze Zeit, die das Social Trading bereits am Markt bekannt ist und praktiziert wird. Das Phänomen ist einfach noch zu jung und zu neu, um es bereits zu untersuchen und zu klassifizieren.

Zumindest ansatzweise versuchte jedoch Yaniv Altshouler vom renommierten MT Media Lab in Kooperation mit insgesamt 500 Tradern, welche die Social Trading Plattform eToro nutzten, dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Diese Ansätze konnten zumindest statistisches Material erbringen, welches die Annahme erhärtet, dass das Social Trading tatsächlich um bis zu 10 % profitabler sein kann als herkömmliche Formen des Tradings.

Ein Benefit, welches keinesfalls auf Betrug basiert, sondern viel eher auf der Tatsache, dass Trader nun einmal erfolgreicher sind, die von den Informationen und Wissensbeständen versierter Profis profitieren können, anstatt erst selbst und durch schmerzhafte Verluste ein entsprechendes Knowhow zu akkumulieren.

Gibt es Social Trading auch auf dem deutschen Markt und wenn ja, bei welchen Anbietern?

social trading broker auf dem deutschen marktNach Erkenntnissen von Betrugserfahrungen.org ist das Social Trading auch auf dem deutschen Markt inzwischen eine gelebte alltägliche Praxis.

Als auf dem deutschen Markt führende Anbieter oder Plattformen konnten durch Betrugserfahrungen.org identifiziert werden: ayondo, Zulutrade, Wikifolio und eToro.

Zwar werden auch gegenüber diesen Anbietern und Plattformen regelmäßig Betrugsvorwürfe seitens der Trader-Gemeinde laut, doch gab es bislang keine objektive Tatsachen, die geeignet wären, einen konkreten Betrug nachweisen zu können.

Der Markterfolg und die hohe Reputation der hier aufgezählten Broker sprechen eher für eine hohe Sicherheit und Seriosität des Social Tradings.

Die Mechanismen: Portfolios nachbilden

social trading wie geht man vorBeim Social Trading publizieren erfolgreiche Investoren ganze Portfolios, um Neulingen oder Rat suchenden Tradern das komplette Nachbilden ihrer eigenen Portfolios zu ermöglichen.

Heute gibt es sogar schon gut etablierte Social Trading Plattformen, bei denen ein Trader das gesamte Portfolio und auch sämtliche Ankäufe und Verkäufe eines sogenannten Signalgebers quasi automatisch nachbilden und selbst nachvollziehen kann.

Die Plattformen bezeichnen diesen automatisierten Vorgang als das einem Trader folgen. Um einem Trader folgen zu können, muss der Investor einfach zunächst ein Deposit beim Broker hinterlegen und dann im zweiten Schritt definieren, mit welchem Geldbetrag er einem vorher bestimmten Trader nun folgen möchte.

Sämtliche Käufe und Verkäufe dieses Traders werden nun seitens der Plattform durch automatische Replikation im Handelskonto des verfolgenden Investors nachgebildet. Dieser automatisch ablaufende Vorgang nennt sich dann entweder Copy Trading oder auch Mirror Trading.

Eine inzwischen gängige und insgesamt gut etablierte Praxis, bei der sich keinerlei Unregelmäßigkeiten oder gar betrügerische Absichten durch Betrugserfahrungen.org entdecken ließen.

Auch hinsichtlich der unterschiedlichen Details im Ablauf des Copy Tradings oder Mirror Tradings konnte das Team von Betrugserfahrungen.org nichts Unseriöses entdecken. Die Abläufe sind hierbei oft von Plattform zu Plattform, beziehungsweise von Anbieter zu Anbieter recht verschieden. Einige Plattformen arbeiten beispielsweise mit unabhängigen Brokern zusammen. Wieder andere Plattformen sind selbst Broker und verlangen von ihren Tradern zunächst erst einmal die Eröffnung eines entsprechenden Handelskontos. Wieder andere Plattformen verbriefen ihre eigenen Portfolios in Zertifikaten, die dann auch für den Handel zur Verfügung stehen.

Social Trading bei ayondo

Social Trading bei ayondo

Die Chancen und Risiken beim Social Trading

erfolgsaussichten beim social tradingNach Kenntnis von Betrugserfahrungen.org definiert sich das Konzept des Social Tradings als Widerpart zur sogenannten klassischen Form der Geldanlage durch die aktiv verwalteten Finanzprodukte, wie sie beispielsweise Investmentfonds darstellen.

Beim Social Trading automatisch kopiert werden meist Depots, welche börsengehandelte oder regulierte Produkte enthalten, wie zum Beispiel Aktien, ETFs, Rohstoffe oder auch Währungen.

Die Verwalter der zu kopierenden Portfolios und auch deren Anlageentscheidungen unterliegen hingegen keinerlei Art von Regulierung. Gesetzliche Vorschriften bezüglich einer einschlägigen Ausbildung dieser Verwalter im Investmentbereich existieren ebenfalls nicht.

Jeder beliebige Trader ist folglich berechtigt, seine Portfolios in sozialen Netzwerken oder auf Social Trading Plattformen zu publizieren und sich dabei von anderen Anlegern folgen zu lassen.

Die Portfolio-Strukturierung und Anlageaufteilung ist ebenfalls beim Social Trading nicht reguliert oder gar reglementiert. Dennoch hat es sich zumindest bei den führenden Plattformen inzwischen allgemein durchgesetzt, dass lediglich denjenigen Anlegern gefolgt werden kann, deren Portfolios bereits seit mehreren Monaten publiziert worden sind und die sich als Personen auch eindeutig verifizieren lassen.

Betrugserfahrungen.org konnte hinsichtlich der Risiken feststellen, dass hier insbesondere der sogenannte Drawdown zu nennen wäre. Diese spezifische Risikokennziffer sagt nämlich zweierlei aus: Einerseits steht sie für den kumulierten Verlust eines Signalgeberportfolios pro Zeiteinheit, andererseits signalisiert sich jedoch auch die Risikobereitschaft eines Anlegers, dem jeweils gefolgt werden kann.

Follower werden bei ayondo

Follower werden bei ayondo

Es ist heute als Sicherungsmechanismus bei einigen Social Trading Plattformen üblich, im Interesse der Anleger den Drawdown zu begrenzen, wie Betrugserfahrungen.org ermitteln konnte. Damit lässt sich letztendlich auch das Verlustrisiko der Follower zumindest teilweise limitieren.

Nach Erkenntnissen von Betrugserfahrungen.org entfällt eine Aufsicht und Regulierung beim Social Trading bislang nahezu völlig. Dadurch ist es sowohl professionellen Vermögensverwaltern und Anlageberatern, aber auch beim Trading erfolgreichen Privatanlegern grundsätzlich möglich, nahezu beliebige Finanzprodukte beim Social Trading anzubieten, sofern diese sich als geeignet erweisen, um als Träger einer Anlagestrategie zu fungieren. Oft handelt es sich bei diesen Finanzprodukten um Zertifikate, die dann als Inhaberschuldverschreibungen dem Kreditrisiko des jeweiligen Emittenten ausgesetzt bleiben. Andere beim Social Trading angebotene Finanzprodukte können hingegen auch Fonds sein. Da diese jedoch stets Sondervermögen darstellen, bleiben sie sogar im Falle der Insolvenz der jeweiligen Fondsgesellschaft den Anlegern erhalten.

Fazit

social trading fazit und schlussfolgerungenDas Social Trading hat sich als neue Form der Anlagestrategie und Vermögensverwaltung inzwischen gut etabliert. Betrugserfahrungen.org konnte dabei weder bei den Anbietern und Plattformen, noch bei den Praktiken und Mechanismen, geschweige denn bei den angebotenen Finanzprodukten, betrug oder auch nur betrügerische Absichten erkennen.

Dennoch sollte jeder Trader, der sich beim Social Trading engagiert, wissen, dass diese Form mit einem gewissen Verlustrisiko behaftet bleibt. Dieses Risiko basiert allerdings keinesfalls auf Betrug, sondern auf der Spezifik des Tradings an sich.